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Tag der Zahngesundheit 2026 Kauen, Ästhetik, Wohlbefinden - Zahnmedizin für Funktion und Lebensqualität
Düsseldorf, 10. September 2026 - Anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September 2026 betont die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) die vielfältigen Funktionen des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereichs. Zahn- und Kieferfehlstellungen können nicht nur das Abbeißen und Kauen beeinträchtigen, sondern auch das Schlucken, die Verdauung und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität. Die Zahnmedizin leistet weit mehr als die Behandlung einzelner Zähne: Sie trägt dazu bei, elementare Funktionen, Gesundheit und Lebensqualität über die gesamte Lebensspanne zu erhalten und wiederherzustellen.
Kaufunktion und Gesundheit
Das diesjährige Motto des Tages der Zahngesundheit „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit!“ lenkt den Blick auf eine zentrale Funktion des orofazialen Systems. „Dass das Kauen eine wichtige Rolle bei der Erschließung von Nahrungsbestandteilen spielt, ist bekannt", sagt Prof. Dr. Dr. Peter Proff, Kieferorthopäde und Präsident der DGZMK. „Darüber hinaus zeigen verschiedene Studien, dass das Kauen ein wichtiger mechanischer und physiologischer Faktor für den Schluckakt und den Bolustransport ist. Damit beeinflusst es auch die weitere Verarbeitung der Nahrung im Gastrointestinaltrakt.“
Wie eng die Kaufunktion mit der Verdauung verbunden ist, zeigen auch Untersuchungen zu den Auswirkungen einer verminderten Kauleistung. Sie weisen auf einen Zusammenhang mit gastrointestinalen Symptomen hin. Bei Probanden mit einer Malokklusion wurden zudem Veränderungen der Verdauung und eine verzögerte Magenentleerung beobachtet [1, 2].
Zahn- und Kieferfehlstellung: Mehr als ein ästhetisches Problem
Das Gesicht spielt eine zentrale Rolle für die soziale Interaktion. Augen und Mund stehen dabei besonders im Fokus der menschlichen Wahrnehmung. Auffälligkeiten im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich, etwa infolge einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte oder einer ausgeprägten Progenie, werden entsprechend aufmerksam wahrgenommen. Die Wahrnehmung und Bewertung durch andere kann wiederum die eigene Selbstwahrnehmung und das emotionale Wohlbefinden beeinflussen – insbesondere dann, wenn sie negativ ausfällt.
Auch Zahn- und Kieferfehlstellungen können über ihre funktionellen Auswirkungen hinaus psychosozial relevant sein. Studien zeigen lange bekannte Zusammenhänge zwischen Malokklusionen und dem emotionalen Wohlbefinden [3, 4]. Ein signifikanter Zusammenhang bestand beispielsweise zwischen dem Vorliegen einer Zahnfehlstellung und Mobbing, geringem Selbstwertgefühl sowie der Lebensqualität [4].
Das EFAFU-Projekt, eine der umfangreichsten bevölkerungsbasierten kieferorthopädischen Studien, untersuchte die Auswirkungen von Zahn- und Kieferfehlstellungen auf die Mundgesundheit. Das interdisziplinäre Team aus Zahn- und Humanmedizinern aus Greifswald belegte nach 20 Jahren Beobachtungszeit, dass bestimmte Zahnfehlstellungen das Risiko für Zahnverlust erhöhen [5].
„Zahn- und Kieferfehlstellungen können sich nicht nur auf Zahnverlust und Kaueffizienz auswirken, sondern auch die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität und das Wohlbefinden insgesamt beeinträchtigen“, fasst Prof. Proff zusammen.
Mundgesundheit als Teil der Allgemeingesundheit
Die Zahnmedizin umfasst weit mehr als die Behandlung von Zähnen. Funktionen wie Kauen, Schlucken, Sprechen und soziale Interaktion sind eng mit der Lebensqualität verknüpft. Erkrankungen und Fehlstellungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich können diese Funktionen beeinträchtigen und stehen in Wechselwirkung mit der Allgemeingesundheit. Die verschiedenen Disziplinen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde tragen gemeinsam dazu bei, Funktion, Gesundheit und Lebensqualität über die gesamte Lebensspanne zu erhalten.
Pressemitteilung zum Herunterladen
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Pressebilder: Kieferorthopädie zur Verbesserung der Kaufunktion
(in druckfähiger Auflösung zum Herunterladen)
BU: Offener Biss, Frontalansicht – Bsp. 1: Abbeißen vorn mit den Schneidezähnen ist kaum möglich.
© P. Proff
BU: Offener Biss, seitliche Ansicht – Bsp. 2: Wenn zu der Front- auch die Seitenzähne wenig Kontakt haben, ist neben der Abbeiß- auch die Kaufunktion erschwert. © P. Proff
